Schacheröffnungen - Offene Spiele

1.e2-e4 e7-e5

Im Schach sind die offenen Systeme alle Eröffnungen, die mit den Zügen 1.e2-e4 e7-e5 beginnen. Die Charakterisierung offen ist historisch bedingt und soll nicht wörtlich genommen werden. Die spanische Hauptvariante kann beispielsweise zu geschlossenen Stellungen mit blockiertem Zentrum führen.

Im Schach spricht man von einer romantischen Periode, die grob der Romantik in Literatur und Musik gleichläuft. Das romantische Schach war durch kompromisslose, übertrieben opferbereite Mattangriffe und taktische Wendungen geprägt. Im Kontrast dazu steht das nüchterne und subtilere positionelle Schach, in dem das Ziel die Anhäufung von Stellungsvorteilen bis hin zum entscheidenden Materialgewinn ist. Die Ära des positionellen Schachs wurde Mitte des 19. Jahrhunderts durch Wilhelm Steinitz eingeleitet.

Im romantischen Schach war 1.e2-e4 der mit Abstand beliebteste Eröffnungszug. Und auf 1.e2-e4 folgte meistens 1... e7-e5.

Tippen Sie nachfolgend auf die Titel der Eröffnungen um weiterführende Informationen zu erhalten.

Spanisch: 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bb5

Die Spanische Verteidiung wurde bereits 1561 in einem Buch des spanischen Priesters Ruy López de Segura vorgestellt. Spanisch ist eine solide Verteidigung, die allerdings einige Theoriekenntnisse fordert und in der Hauptvariante zu strategisch anspruchsvollen Stellungen führen kann.

Italienisch: 1.e4 e5 2.Nf3 Nc6 3.Bc4

Italienisch gehört zu den beliebten offenen Spielen des 19. Jahrhunderts und erlebt derzeit eine Renaissance im Spitzenschach. Die einfache und klare Figurenentwicklung von Italienisch macht es zu einer gut brauchbaren Eröffnung für Einsteiger.

Russisch: 1.e4 e5 2.Nf3 Nf6

In der russischen Verteidigung beantwortet Schwarz den Angriff auf seinen e-Bauern mit einem Gegenangriff. Der symmetrische Charakter von Russisch führt zu offenen Stellungen in denen Schwarz ausgleichen kann. Im Top-Schach gilt Russisch als sichere doch remisträchtige Verteidigung.

Königsgambit: 1.e4 e5 2.f4

Das Königsgambit gehörte in der romantischen Epoche des Schachs zu den beliebtesten Angriffsystemen. Weiss opfert sofort einen Bauern, um Linien zu öffnen. Heute hält man es für zweischneidig, und es wird in Großmeisterturnieren selten gespielt.