Die Eröffnung einer Schachpartie

Die ersten Züge einer Schachpartie nennt man Eröffnung. Es gibt mehr legale Stellungen auf dem Schachbrett als Atome im Weltall. Am Anfang einer Partie sind die sinnvollen Züge beider Seiten jedoch begrenzt. Daher haben sich im Laufe der Schachgeschichte sogenannte Eröffnungsvarianten herausgebildet, die von stärkeren Spielern auswendig gespielt werden. Zu diesen Eröffnungsvarianten gibt es Tausende von Fachbüchern. Sie sind mit so schönen Namen wie Sizilianisch, Königsindisch, Drachenvariante oder Wolgagambit wichtiger Bestandteil der Schachkultur.

In der Eröffnung soll man sich möglichst nach den folgenden Faustregeln richten. Sonst kann man von einem erfahrenen Spieler schnell überrumpelt werden.

  • Besetze das Zentrum mit Bauern. Wer das Zentrum mit Bauern besetzt, kontrolliert die Mitte des Bretts. Von der Mitte des Brettes kann man seine Kräfte schnell an beiden Flügeln einsetzen. Auch die Figuren sollten auf das Zentrum zielen.
  • Entwickle Deine Figuren. Man soll zügig alle Figuren ins Spiel bringen. Das ist zeitkritisch, denn wer seine Figuren schneller entwickelt, kann als erster angreifen. Vermeide daher, eine Figur in der Eröffnung zweimal zu ziehen. Ziehe die Dame nicht zu früh, damit sie nicht mit zeitfressenden Angriffen belästigt wird.
  • Bring Deinen König per Rochade in Sicherheit. Sobald viele Figuren entwickelt sind, steht der König auf seinem Ausgangsfeld gefährdet. Es gibt Opfer, die alleine den Zweck haben, den König in der Mitte zu halten und ihn dort anzugreifen. Daher sollte man zügig rochieren. Das bringt zudem einen Turm ins Spiel. Die Rochade ist ein wertvoller Entwicklungszug, den Anfänger meist unterschätzen.

Tutorial zu den Faustregeln einer Schacheröffnung

Besetze das Zentrum mit Bauern

Die vier Felder in der Mitte des Schachbretts heissen Zentrum. Wer das Zentrum kontrolliert, kann seine Kräfte flexibel auf beiden Flügeln einsetzen. Daher versuchen die meisten Eröffnungsvarianten das Zentrum mit Bauern zu besetzen. Auch die Figuren sollten anfangs zum Zentrum hin wirken.

Ein guter erster Zug ist der Doppelschritt des Bauern vor dem König oder vor der Dame.

Entwickle Deine Figuren

In der Eröffnung gilt es, keine Zeit zu verlieren. Jeder Zug sollte die Entwicklung der Figuren unterstützen. Wer nicht konsequent seine Kräfte ins Spiel bringt, riskiert einen frühen Angriff durch einen bereits voll entwickelten Gegner.

  • Die Springer sollen zum Zentrum hin wirken. Sie werden meist vor den Läufern entwickelt.
  • Die Läufer gehören auf offene Diagonalen und sollen keine Zentrumsbauern blockieren.
  • Sobald die Leichtfiguren aktiviert sind, die Türme auf offene Linien ohne Bauern ziehen.
  • Vorsicht mit der Dame: Zieht sie zu früh, greift der Gegner sie mit Zeitgewinn an.
  • Keine Schachs geben, die mit Gegenangriff auf die Figur leicht abgewehrt werden.

Eine Schachpartie eröffnen - praktische Übungen

Lösungshilfe
Nochmal von vorne
In den ersten Zügen einer Schachpartie entwickeln Sie Ihre Figuren. Sie besetzen das Zentrum und rochieren mit dem König. Türme gehören auf die offenen Linie. Die Dame soll nicht zu früh ziehen.