Schachtaktik - Der Spiess

Ihr persönlicher Fortschritt:

Bei einem Spieß greift meist der Läufer die Dame oder einen Turm an. Nach deren Wegzug schlägt der Läufer einen in der Diagonale dahinterstehenden Turm und der Angreifer gewinnt so die Qualität. Ein Spieß mit Dame und Turm ist auch möglich, wenn die dahinter stehenden Figuren ungedeckt sind. Der Spieß wird so wie seine enge Verwandte, die Fesselung, gerne übersehen.

Tutorial zum Spiess

Der Klassiker: Läufer-Dame-Turm-Spiess

Dieses Motiv kommt häufig vor: Die Dame steht in einer Diagonale vor ihrem Turm. Ein Läufer kann auf diese Diagonale ziehen und die Dame angreifen. Sie muss wegziehen und der dahinter stehende Turm fällt.

Schwarz steht hier eigentlich aktiv. Leider hat er übersehen, dass Weiss seine Dame aufspiessen kann.

Beliebter Trick in Blitzpartien

Auch diese Konstellation ist praktisch häufig. Weiss rechnet nur mit der Fianchettierung des Läufers nach b7. Doch der Läufer geht nach a6, ein tückischer Spiess Läufer -> Dame -> Turm.

Spiess auf der Grundreihe

Die Türme in den Ecken sind praktisch immer ungedeckt. Daher kann ein Schach auf der Grundreihe den hinter dem König stehenden Turm gewinnen. Das ist ein Spiess Turm -> König -> Turm.

Spiess über die ganze Diagonale

Ein Spiess mit der Dame ist erfolgreich, wenn die zu schlagende Figur ungedeckt ist. In diesem Beispiel hat Weiss ein tödliches Schach, und Schwarz verliert die Dame.

Beim Spiess greift meist der Läufer die Dame an und gewinnt dann einen dahinter stehenden Turm. Vorsicht, wenn Dame und Turm auf einer Diagonale mit der Farbe des gegnerischen Läufers stehen.