Schach lernen - das Matt

Ihr persönlicher Fortschritt:

Ein König ist Matt, wenn er im Schach steht und es keine Züge mehr gibt, die das Schach abwehren. Matt beendet die Schachpartie.

Das sofortige Partieende durch Matt gibt dem Schach jene besondere Qualität, die es seit Hunderten von Jahren den "test of time" bestehen und zu einem der tiefsten und erfolgreichsten Spiele aller Zeiten werden liess.

Eine 'alltägliche' Schachpartie läuft so ab, dass eine Seite positionellen Vorteil hat, Material gewinnt und diesen Materialvorteil durch Abtausch im Endspiel verwertet. Das ist wie ein Punktsieg im Boxen. Das Matt ist hingegen der K.O.-Sieg des Schachs. Weil Matt über allem steht, kann eine Partie durch einen Königsangriff mit riskanter Opferkombination entschieden werden. Ein Spieler der opfert, geht ein Risiko ein. Wenn das Opfer nicht zum Sieg führt, ist die Partie verloren, weil der Gegner den Materialvorteil ausnutzt. Deshalb werden Angriffspartien mit Opfern als besonders spannend, ästhetisch und wertvoll wahrgenommen. In Großmeisterturnieren gibt es "Schönheitspreise", die solche Partien auszeichnen.




Jetzt selbst Matt setzen



Ein Schäfermatt ist für Schwarz leicht durch gute Entwicklungszüge abzuwehren. Dann steht Weiss mit der zu früh gezogenen Dame auf f3 dumm da. Entwickeln Sie lieber möglichst schnell Ihre anderen Figuren. Sie werden gegen einen Spieler, der auf Schäfermatt hereinfällt, auch so gewinnen.


'Lasse nie ein Schach aus, es könnte Matt sein!' Diese ironische Regel beschreibt die Neigung von Anfängern, zu früh nutzlose Schachs zu geben. Aber in der Tat: Wer Matt setzen will, muss ein Schach geben.
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