Englisch

1.c4

Die englische Eröffnung ist ein wichtiger Bestandteil der Schachtheorie und im Vergleich zu den häufiger gespielten Zügen 1. e2-e4 oder 1. d2-d4 nicht minderwertig. 1. c2-c4 ist sehr flexibel und man kann über Zugumstellung in andere Eröffnungen überleiten. Die Stellungen tragen einen mehrheitlich geschlossenen Charakter und es kommt nicht so schnell zum Feindkontakt wie z.B. in den Offenen Spielen nach 1. e2-e4.

Ausgangsstellung

Sizilianisch im Anzug: 1.c4 e5

Wenn Schwarz zu 1. e7-e5 greift, dann entsteht die Sizilianische Verteidigung im Anzuge. Beide Seiten haben eine Vielfalt von Möglichkeiten. Weiß entwickelt den Damenspringer fast immer nach c3 und fianchettiert den weißfeldrigen Läufer nach g2. Der Königsspringer geht oft nach f3 aber auch nach e2. Eine häufige Variante ist das Englische Vierspringerspiel, das nach den folgenden Zügen entsteht:

2. Sb1-c3 Sg8-f6 3. Sg1-f3 Sb8-c6

Meistens setzt Weiß mit 4. g2-g3 und dem Fianchetto des weißfeldrigen Läufers fort, wonach Schwarz mit 4...d7-d5 oder 4...Lf8-b4 antworten kann.

Symmetrievarianten

Englische Symmetrievariante: 1.c4 c5

Diesen Zug wählt Schwarz ähnlich häufig wie 1...e7-e5. Im Prinzip ist danach jeder erdenklich sinnvolle Aufbau möglich für beide Seiten.

Englische Symmetrievariante - Offene Variante: 1. c4 c5 2.Nf3 Nf6 3.d4

In dieser Variante trachtet Weiß danach die Stellung im Zentrum schnell zu öffnen. Schwarz tauscht in der REgel den Bauern und entwickelt den zweiten Springer nach c6.

Englische Symmetrivariante - Hauptvariante: 1.c4 c5 2.Nf3 Nf6 3.Nc3 36

Diese Zugfolge kann als Hauptvariante betrachtet werden. Weiß entwickelt beide Springer und Schwarz macht den Weg frei für den schwarzfeldrigen Läufer. Im 4. Zug wählt Weiß meistens 4. g2-g3 mit der Idee den weißfeldrigen Läufer zu fianchettieren. Schwarz reagiert auf diesen Aufbau seinerseits mit dem Fianchetto seines weißfeldrigen Läufers nach b7 durch 4...b7-b6. Eine weitere Idee für Weiß lautet 4. d2-d4 mit der Idee das Zentrum zu öffnen.